hahnenkämme und schleifohren

systours | 3 März, 2008 (13:37) | pakistan | No comments

tag 2.

erwartungsgemäß bin ich das gegenteil von rappelwach, als mein handy-interner wecker zum aufstehen rät. während sich für morgen die freizeitgestalter schon in zwei interessengruppen aufgeteilt haben, nämlich in “gewaltmarsch zu museen und richtigen sehenswürdigkeiten” und “anti-gewaltmarschieren im hotel”, sind wir uns für heute abend einig. um 16 uhr soll es los gehen, an die pakistanisch-indische grenze. bei der ausfinkelung der tagespläne stufe ich “wachablösung mit anschließender grenzöffnung”im ersten moment als bestenfalls mittelgeilen zeittotschläger ein. aufgrund von erzählungen anderer, die schon dort waren und in ermangelung von alternativen, bin ich dennoch dabei und nehme vorsichtshalber doch meine kamera mit.

wenn wir jetzt nicht loskommen, das hat uns der guide gestern gesagt, sind wir erst nach sonnenuntergang dort, denn fast fünfzig minuten sind wir voraussichtlich unterwegs. das würde bedeuten, daß wir jetzt schon zu spät wären, das wachablösungsritual wäre im vollen gange oder gerade vorbei, wenn wir ankommen. um viertel nach vier sind die letzten abtrünnigen da und bequemen sich, ins auto einzusteigen. der reiseführer stellt sich kurz mal vor und bis knapp vor dem ziel ist er auch fast fertig damit. ich nutze die zeit, um meine kamera unter schlechter werdenden lichtbedingungen zu testen und stelle fest, daß ich depp wie auf mauritius, zwar ersatzbatterien habe, aber wegen langer ungenutztheit sind sie am schwächeln, ein paar bilder werde ich machen können, aber viele werden es nicht, das steht fest. gut nur, daß es den anderen beiden, die als einzige einen fotoapparat dabei haben, kein stück besser geht als mir.

die umgebung, die landschaft ist reizvoll, immerhin, aber auch irgendwie bizarr. die häuser an der strasse werden weniger. ein paar versprengte schafhirten stehen bei ihren tieren am wegrand.schleifohr.png gemessen am europäischen standardschaf sehen diese mit ihren überdimensional großen und langen ohren wie figuren von “spitting image” aus, die man aufgrund von übertriebenheit aus dem programm genommen hat (vgl. genesis - land of confusion).

bloß noch starkstrommasten, links und rechts ist nur noch ödestes kargland zu sehen. und nach einer alles andere als kurzweiligen dreiviertel stunde tapfersten durchhaltens sind wir da. unser guide hat es nämlich geschafft, selbst bei den ambitioniertesten unter den geschichtlich interessierten zuhörern den wunsch nach angeborener taubheit aufkeimen zu lassen. mitten in einer wüstenei werden wir rausgelassen.

wir sollen noch ein stückchen laufen. dann zahlen wir eintritt und passieren einen torbogen. eine tafel weist auf mannigfaltige verbote hin, am ehesten hätte ich das filmen und fotografieren darunter gewähnt, aber weit gefehlt. die strasse und die beiden grenzgatter auf der pakistanischen und indischen seite sind die arena. wir bekommen einen sonderplatz, ganz nah am geschehen. und wir sitzen gemischt. links und rechts des torbogens sind tribünen, säuberlich voneinander getrennt feiern frauen in bunten saris und männer in schlammfarbener kleidung sich selbst. aus den lautsprechern kommt abwechseld einheizmusik und einheizansprache. auf der strasse patrouilliert ein winziger, steinalter mann mit weissem haar und bart. er trägt die nationalfarben und schwenkt eine viel zu große fahne und die inbrunst, mit der er das tut, lässt erahnen, er macht das wahrscheinlich schon seit es die grenze gibt.

was sich hier abspielt mutet etwas gruselig an, wie alles, was mit demonstrativem patriotismus zu tun hat. doch es ist keine aggressive, verbissene stimmung spürbar, durchweg überall fröhlichen gesichter, auf beiden seiten der grenze. es geht auf den höhepunkt zu. die sprechchöre aus der indischen ecke sind schwer zu vernehmen, obwohl im vergleich mehr publikum da ist als hier drüben, denn die pakistani brüllen gekonnt dagegen: “pa-kis-tan! pa-kis-tan!”

bei näherem hinsehen fällt auf, daß die pakistanischen soldaten nicht nur die etwas höheren hahnenkämme tragen, sondern auch wirklich hoch gewachsen sind, keiner unter 1,90 meter, so schätze ich, und im gegensatz zu ihren indischen pendants wirken sie in ihren schwarzen uniformen wie echtes militär. in einer etwas mehr als zwanzig minuten dauernden choreografie wir abwechseld in formationen an die grenztore marschiert, geschritten, gestürmt und mit den stiefeln aufgestampft. und das ganze wieder zurück zum ausgangspunkt, um wieder anlauf nehmen zu können. grenze.png

eine perfekt durchstrukturierte performance, die sich wie gespiegelt auch auf der anderen seite abspielt. zum abschluss werden feierlich die fahnen eingeholt, gefaltet und weggetragen, lauter applaus. die tore öffnen sich, der erste bus darf passieren, noch lauterer applaus. macht seltsame gänsehaut.

bevor sich alle zuschauer zum torbogen zurückbegeben, sehen wir zu, daß wir nicht die letzten sind. wir werden vom reiseführer auf einen tee in der nähe eingeladen. es ist inzwischen auch zum jammern kalt geworden und wir sind dankbar für etwas warmes zu trinken. als wir uns auf den heimweg machen ist es bereits dunkel. ich hätte gerne ein bild von den vier männern gemacht, die zwischen ihren grenznah geparkten, irre aufwändig bemalten lkw am lagerfeuer ihren abendlichen snack aufgewärmt haben. das wird das erste sein, um das ich mich morgen kümmern muss. neue batterien. das glaubt mir doch sonst kein mensch.

suchbild

systours | 19 Februar, 2008 (22:42) | pakistan | No comments

 

 

13.12.07

 

 

 

 

17.12.07

tag 1.

die karte lügt. sei´s drum. weil ich niemals flächendeckend die usa besucht habe, jedoch mit dem volkswagen variant durch den halben dschungel des nördlichen südamerikas gekarrt wurde. weder in salzgitter, noch in paderborn gewesen, dafür aber ein halbes leben lang überall mal in einem einzigen bundesland gelebt (nicht berlin, nicht hamburg, nicht bremen).

das bißchen vorarbeit, um mir surreale bedenken vor dem aufenthalt in pakistan zu nehmen, bleibt vorerst erfolglos. aber ich bin doch frei von vorurteilen. oder nicht? was bitte erwartet mich in einem land, dessen hauptstadt islamabad heißt? wie sehen die menschen dort aus, wie ticken sie? sind die frauen verschleiert? und wie verlässlich ist wikipedia? kann ein atomstaat eine metropole für filmindustrie hervorbringen, die sich augenzwinkernd lollywood nennt? ich meine, da kommen doch die c´mons aus dem megaphon geperlt. good morning, c´mons, anyone?

was ich früher am ehesten mit pakistanis in verbindung gebracht habe, waren die jungs, die freitag morgens die rote ampel vor der autobahnauffahrt nutzten, um zeitungen an den mann zu bringen, obwohl ich da wirklich nicht sagen könnte, ob es sich um pakistanis handelte. ein film namens “drachenfutter” hat vorschub beim vorurteil geleistet, alle wolle rose kauffe?-rosenverkäufer seien pakistanischer herkunft. mehr berührungspunkte habe ich mit dieser kultur nicht.

es sind noch 45 minuten bis zur landung in karachi. ich vertrete mir die beine und habe gleich gelegenheit, dies zu ändern. der junge mann, der mit mir in der flugzeugküche steht und einen orangesaft ordert und im nebensatz nach einem raucherrefugium an bord fragt, versucht mich in ein gespräch zu verwickeln. es ist zwar nicht gerade meine uhrzeit, um tiefgängige gespräche mit fremden zu führen. aber ich bin zu müde, ich lasse es geschehen.

es dauert nicht lange, da höre ich heraus: er will etwas loswerden, was ihn belastet. er sei germanistikstudent, zumindest bis vor ein paar tagen gewesen. er wurde ausgewiesen, seine studienzeit habe sich mit seiner aufenthaltserlaubnis gebissen. nun sei er bald in der heimat, nach zehn jahren das erste mal, und er wisse nicht, was ihn erwarte, sein bruder sei der einzige eingeweihte der familie, der wisse, dass er sich quasi strafbar gemacht habe, kein beendetes studium in der tasche, keine aussicht, wieder das land verlassen zu dürfen, keine chance auf arbeit und ja, politisch, was solle er bloss machen, es gäbe keine hoffnung.

während ich ab und zu fragen stelle, um ihn daran zu hindern, seinen in den augen stehenden tränen freien lauf zu lassen, wird mir zum ersten mal bewusst, wieviel privilegien ich als freier bürger in meiner heimat geniesse. aus meinem mund kommen verzweifelt schlechte mutmachersätze, wer denn schon wüßte, ob es nicht doch eine veränderung in der zukunft gäbe. nach all seiner lobhudelei auf deutschland, die menschen und allem westlichen fällt es mir umso schwerer, ihm die positiven aspekte seiner heimkehr schmackhaft zu machen. und: bitte, was weiß ich schon. als fast alle passagiere das flugzeug verlassen haben, wünsche ich ihm zum abschied noch alles gute. ich wäre ein so ein anti-telefonseelsorger. er ist zuhause. ich muss weiter nach lahore.

mit etwa einstündiger verspätung steige ich in lahore aus, noch ein ort, das in meinem oberstübchen-google earth transparent angezeigt wird. weil ich noch nicht da war. am flughafen bietet sich ein seltsames bild. die ankommenden werden von den anwesenden wie überall auf der welt erwartet und empfangen. keine hysterie, kein frenetentum. freude ist ihnen anzusehen, es wird sich begrüßt und geherzt, doch wirkt es, als würden gleich alle anwesenden gleich nach dem großen bahnhof zum takt einer melodie rhythmisch maschinengewehre in die luft recken. und es sind keine frauen anwesend. vielleicht aber doch, bloß verkleidet. die finster dreinschauenden männer sind in traditionellen salwar kameez gekleidet sind, sie tragen tragen crossovermode, eine art bein-kleid.

im hotelzimmer angekommen, räume ich die minibar zugunsten meines eingeschmuggelten care-pakets aus. ich traue dem schwach kühlenden gerät einiges zu. die kühlschranktür lässt sich nur schwer schliessen. ich schminke mich ab, an den morgigen tag denkend brauche ich noch lange, um einzuschlafen.

Johannesburg II

rronboy | 21 Januar, 2008 (02:12) | südafrika | No comments

Doch es kommt viel schlimmer: Die Apartheid, offiziell vor mehr als zehn Jahren ad acta gelegt, existiert in der Realität munter weiter. Als wir uns nämlich am 31.12. gegen 23.00 Uhr aufmachen, um in einem örtlichen Hotspot den Rutsch in das neue Jahr zu begehen, wird uns zunächst der Einlaß verwehrt. Begründung: “You don’t fit in here, you know!”. Ich tanze vor der Clubtür hektisch den Mandela und den Claudiroth, aber die Situation entspannt sich erst, als ich meine Ehefrau und mich kurz vorstelle (”This is my wife, Solveig, and I’m her husband, Solvenz. Knickknack!”). Der ausgewiesene Eintrittspreis von 200 Rand (2 EUR) wird kurzerhand für nichtig erklärt. 400 Rand sorgen für Zutritt.

Kurzer Einwurf: Ich nenne meine Ehefrau hier “meine Ehefrau” und nicht - wie in diesen Blogs offenbar Usus - “Lieblingslektorin”, “Beifahrerin” oder “Rosettengott mit dem riesigen braunen Hammer”, weil sie weder ständig Geschriebenes von mir gegenliest, noch dauernd neben mir im Auto sitzt und zwar einen Hammer besitzt, der aber überhaupt nicht braun ist. Aber meine Ehefrau ist sie konstant.

Hurra, der Kaiser

Jedenfalls sind wir um 23.45 Uhr im Laden drin und zögern nicht, die Bar mit unserer Kohle zuzuscheißen, wie weiland Mario Adorf F.X. Kroetz. Bei einer derartigen Summe Penunzen verwundert es dann natürlich auch nicht weiter, dass der Kaiser nicht weit ist.
Sekunden vor zwölf wird der Countdown gezählt, Momente danach habe ich eine wunderschöne Eingeborene am Ohr hängen, die mir neben viel Unwesentlichem vor allem eine Sache nahelegt, nachdem sie sich mehrfach versichert hat, dass ich aus Deutschland komme: Sie kann ein Wort auf Deutsch. Ich insistiere, bohre nach, bin mein eigener Niggemeier, dann bricht es aus ihr heraus. “Schwanz” - “Hä” - “That’s the only german word I know! Schwanz!” -”Ah, Ok. hehe. Great.” Hier komme ich öfter her.

Johannesburg

rronboy | 5 Januar, 2008 (02:19) | südafrika | No comments

Okay, also totales Rauchverbot in der Bayerngastronomie. Wiesn, nur mal so angedacht: Mittag, die zu diesem Zeitpunkt noch mit einem Gesichtsausdruck, der die Möglichkeit der Lösung eines Kamikaze-Sudokus in weite Ferne verbannt, gesegnete Security (in fünf Mass wird man sie mit Sloterdijk verwechseln) verriegelt den Zelteingang, keiner darf mehr rein, weil überfüllt. Jetzt setzen sich - remember: Rauchverbot! - die geschätzten 5.000 Raucher, dazu die 1.000 Rillolutscher, die entweder alkoholbedingt, oder, weil sie den Verkäufer so geil fanden, zum Raucher mutieren, plus 500 Adabeis in Bewegung, nach draußen, zum Rauchen. Plötzlich wieder jede Menge Platz im Zelt, die Hackfressen lassen einströmen, doch, ach, die Kurzzeitraucher kehren zu Sechstausenden zurück. Mayhem! Chaos! Norwegische Bands spielen die Apokalypse herbei! Watschentanz, Kenia, Youknowwhatimean!

So, oder so ähnlich wurde mir im Vorfeld der Reise Südafrika beschrieben. Keinesfalls dürfe man auch nur daran denken, das Hotel zu verlassen, Macheten drohten.

abschied. leise. servus.

systours | 24 Dezember, 2007 (22:40) | auf maure | 2 comments

tag 11.

später als uns lieb ist, werden wir wach. wir schleichen zum speisesaal. der nette koch macht uns wegen eines engpasses des gemüselieferers statt des gewünschten tomatenomeletts ein paar spiegeleier. wir geniessen unser henkersfrühstück. der trend zum familienausflug mit kinderschar scheint eine saisonale geschichte zu sein, der wir gerade so entkommen sind. am nebentisch sitzen versammelt drei generationen. friedlich, weil gejetlagged. das haar verrät es: neben oma und papa sitzt zwillingssack flöhe mit beckhamfrisuren und strassohrringen. wir mögen zwar kinder als solche, wenn wir uns aussuchen können, welche. satz mit t. das war wohl timing.

ich nutze den unverplanten tag, um unter anderem dem koch für alles mögliche zu danken. gesagt habe ich sinngemäß: danke!, gemeint habe ich: danke! für das wirklich allerbeste essen, das ich je in einem urlaub zu essen bekam! speziell dafür, daß ich keinen knorpel im fleisch hatte. und nicht zuletzt dafür, daß sie die kühlkettengeschichte ernst genommen haben. nicht alles im leben ist selbstverständlich.

ich treffe den manager der frühschicht, wie er gerade die buffetdekoration für den nachmittag koordiniert. ich sage ihm, wie sehr ich mir wünsche, bald wieder hier urlaub zu machen und betone, wie sehr wir den service goutiert haben. er freut sich tatsächlich über die positive rückmeldung und fragt, wann wir denn abreisen würden. “tomorrow morning at 5? ok, i will make sure, you get a little breakfast with coffee in a thermo this evening as you are leaving that early.” großartig.

gegen nachmittag treffe ich noch arun und steve an der bar. steve schaut etwas belämmert. arun klärt auf. “he lost some money betting on a horse yesterday.” für ihr nächstes projekt jedenfalls wünsche ich den beiden alles gute. sie möchten nächstes jahr zusammen nach neuseeland, um dort zu arbeiten. es war schön, die beiden kennenzulernen.

nach dinner kommt getränk. nach getränk wehmütiger abschiedsschwatz mit ein paar menschen, die wir mehr oder weniger gut kennen und weiteres ade vom personal. während der mann noch bleibt, sehe ich zu, wenigstens etwas schlaf zu bekommen. erwartungsvoll suche ich das zimmer nach dem frühstück ab. schade. im kühlschrank liegt die banane vom morgentlichen buffet. immerhin. die koffer sind soweit gepackt. es kann losgehen.

heute kein bild. nicht mal von einem sonneuntergang. dänemark, bitte übernehmen.

tag 12.

obwohl unser flug erst um 8 geht, empfahl man uns, nicht zu knapp loszufahren, also wirft uns der weckruf punkt 4 aus dem bett. eine viertel stunde später steht das versprochene frühstück vor der tür. wieder eine viertel stunde später kommt jemand, um unsere koffer abzuholen. ich bin überfordert. das taxi wartet auch schon. irgendwie geht alles viel zu schnell. gerne hätte ich noch eine geplotzt. trotz frühen zubettgehens fühle ich mich wie fallobst. das soll sich während der fahrt nicht ändern. als wir am flughafen ankommen, ist es seit 10 minuten hell.

wir begehen einen folgenschweren fehler. erstens sehen wir jetzt, warum wir so früh da sein sollten (warteschlange, die ihresgleichen sucht) und zweitens lassen wir zu, daß uns der taxifahrer direkt in die warteschlange bugsiert. keine chance für eine letzte kippe, denn plötzlich wird ein weiterer kontrollpunkt geöffnet und wir sind nummer 2 in der neuen warteschlange. hätten wir vorher gewußt, daß der flughafen rauchfrei ist, wir hätten noch eine schachtel weggepetzt. nichts zu machen. das erste mal begegnet mir meine hausmarke. im duty free. toll. das wurde aber auch zeit. ich will sofort eine rauchen.
die kommenden 12 stunden ziehen sich höllisch. das bordkino bietet eine elende schmonzette mit cathrine zeta-jones. an schlaf ist nicht zu denken. in der fünftletzten reihe sitzend, sind wir eingekreist von tschechischen fotografen, die sich, mit kurzen pausen dazwischen, gegenseitig ablichten. sie haben obendrein eine verschwindend niedrige distanzschwelle fremden gegenüber, sie schießen ein paar bilder von den landschaften unter uns, quasi über meine schulter hinweg. oh gott, wenn nur nicht dieser schlechte film laufen würde. wäre mit rauch besser zu ertragen. see.jpg

streckenweise bekommen wir aber auch ausgesprochen schönes zu sehen. unwirkliche wüsten, riesige seen, nicht enden wollende, lebensfeindliche gebirge. inzwischen schlafen einige der fotografen. um das besser tun zu können, haben sie ihre schuhe ausgezogen. es dauert fast eine stunde, bis sich die luft einmal komplett umgewälzt hat und die füße an stinkpower verloren haben. ich möchte dringend eine rauchen.

irgendwann landen wir aber auch endlich. das tschechische kamerateam nimmt denselben shuttlebus zum parkhaus wie wir. nach 12 stunden käfig nochmal in einen käfig durch die nacht fahren, das blüht uns zwar auch, aber nur eine halbe stunde lang. irgendwie tun sie einem leid. zuhause angekommen, müssen wir erstmal die kater resozialisieren und mühevoll wiedererkennungsarbeit leisten.

schöner urlaub. so ganz ohne katzenklo sauber machen, einkaufen und toilettenpapierhalterung selber bestücken müssen. eigentlich war es die schönsten ferien, die ich je gemacht habe.